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So geht es
Badrenovierung als Mieter: Absprache mit Vermieter sinnvoll - Zuhause bei SAM®


Badrenovierung als Mieter: Absprache mit Vermieter sinnvoll

Badrenovierung: Absprache mit Vermieter sinnvoll

Jeder Vermieter wünscht sich ein Badezimmer, das seinen Ansprüchen genügt. Leider ist das nicht immer ganz der Fall – dann stehen Optimierungen an. Als Vermieter hat man jedoch das Problem, dass die Wohnung einem Vermieter gehört. Was müssen Mieter beachten, wenn sie ein Bad renovieren möchten?

Ein Recht auf ein renoviertes Badezimmer

Mieter kennen das Problem: Kaum eine Mietwohnung entspricht zu einhundert Prozent den eigenen Vorstellungen – irgendwo muss man fast immer Abstriche machen. Das Wohnzimmer ist zu klein, der Flur zu eng, das Badezimmer ist nicht renoviert. Oder aber man wohnt jahrelang in derselben Wohnung – dann werden die Fliesen aus den 1970er-Jahren irgendwann nicht mehr ansehnlich. Aber auch die Bedürfnisse des Menschen an ein Badezimmer haben sich im Laufe der Jahre geändert. Die Dusche ist nun bodengleich, Badmöbel bieten ausreichend Stauraum, statt Weiß regieren schöne Farben. Das Badezimmer könnte eine wohlverdiente Renovierung vertragen. Bevor Vermieter mit dem Gedanken spielen, im Namen des Vermieters Renovierungsarbeiten in Auftrag zu geben, muss er jegliche Veränderung mit diesem absprechen. Das deutsche Mietrecht besagt, dass Mieter keinen Rechtsanspruch auf eine Badsanierung besitzen. Einem Urteil des Amtsgerichts Coesfeld (Az. 4C 525/02) zufolge müssen Mieter einen normalen Verschleiß hinnehmen. Erst wenn das Bad nicht mehr nutzbar oder die Badewannenbeschichtung so rau ist, dass sie unzumutbar wird, ist der Vermieter zu einer Reparatur oder Erneuerung verpflichtet. Grundsätzlich haben Mieter aber auch einen Anspruch darauf, dass ihr Badezimmer in dem Zustand bleibt, indem sie es gefunden haben. Sollte dies nicht der Fall sein, haben Mieter einen Anspruch auf eine Mietminderung. Vermieter sind grundsätzlich dazu verpflichtet, die Wohnung instand zu setzen und -zuhalten. Das Wasser in der Leitung muss zum Beispiel die von der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Werte einhalten. In welcher Höhe die Mietminderung ausfällt, ist von Fall zu Fall verschieden und hängt vom jeweiligen Land- oder Amtsgericht ab. In der Vergangenheit gab es Fälle, bei denen die Mietminderung für eine raue Badewanne bei drei Prozent lag. Für eine mangelhafte Spülung der Toilette hingegen kann sie bei bis zu 15 Prozent liegen.

 

Badrenovierung muss mit Vermieter abgesprochen werden
Badrenovierung muss mit Vermieter abgesprochen werden

Eine Modernisierung rechtfertigt keine Mieterhöhung

Ein Badezimmer wird im Schnitt 25 Jahre lang genutzt, bis es zu einer Renovierung kommt. Viele Arbeiten kann man selbst ausführen, andere überlässt man besser dem Profi. Wie und wann auch immer es zur Sanierung kommt, eine Mietermodernisierung rechtfertigt keine Mieterhöhung. Vermieter, die somit die Renovierung ihres Badezimmers fördern, müssen sich nicht auf eine steigende Miete einstellen oder diese ohne Weiteres hinnehmen. Sollte sich der Vermieter querstellen, können Mieter diesem anbieten, einige Arbeiten selbst auszuführen. Darüber hinaus gibt es mittlerweile zahlreiche Fördermittel, unter anderem von der KfW, für den Umbau zum barrierefreien Bad. Diese finanzielle Unterstützung sollte für den Vermieter der wichtigste Grund sein, das Badezimmer zu modernisieren.

 

3 Tipps zur simplen Renovierung des Badezimmers

Nach Absprache mit dem Mieter und dessen Einwilligung können Vermieter folgende Tipps befolgen, um ihr Badezimmer mit wenig Aufwand zu renovieren.

  1. In Fliesen bohren: Laut dem Landgericht Hamburg (Az. 307 S 50/01) dürfen Mieter in Fliesen bohren, um Halterungen, Spiegel oder Regal fehlen. Es darf allerdings nicht unnötig oder zu viel gebohrt werden. Grundsätzlich ist es auch sinnvoll, nicht direkt in die Fliesen, sondern, wenn möglich, in die Fugen bohren.
  2. Kleben statt bohren: Eine Alternative zum Bohren sind selbstklebende Halterungen und Haken sowie Teleskopstangen. Letztere werden zwischen zwei Seitenwänden beziehungsweise Decke und Boden eingespannt und ermöglichen die Befestigung von Regalen und Duschvorhängen.
  3. Verschönerung des Badezimmers: Bereits mit kleinen Veränderungen kann das Badezimmer verschönert werden. Der simple Austausch von Handtuchhalter, WC-Sitz, Duschvorhang oder etwa der Kauf neuer Badmöbel aus unserem Onlineshop macht einen großen Unterschied. Sollte das Bad nicht durchgängig gefliest sein, können Mieter die freien Wände tapezieren oder verputzen und mit einer geeigneten Farbe anstreichen.

Online-Redakteur – Möbel
Online-Redakteur → Heimwerk Hey, ich bin Leo und schreibe in unserem Magazin für den Möbel-Bereich. Mit meinen 20 Jahren konnte ich bereits viel Erfahrung sammeln und möchte Sie daran teilhaben lassen! Alles rund um Möbel fasziniert mich, ich habe viele Stücke selbst gebaut und noch mehr repariert oder restauriert. Mein Glanzstück ist die gemeinsame Wohnung, die ich ganz nach unseren Vorstellungen konzipiert und eingerichtet habe. Also, kommen Sie herein und setzen Sie sich! Bei mir werden Sie immer einen bequemen Sessel und viele Ideen finden – stöbern ausdrücklich erwünscht!
Artikelbild: © Khakimullin Aleksandr/shutterstock.com